15.03.2023

Ein weiterer extraordinärer Tag von unser Australienreise:
Angefangen hat der Tag eigentlich ganz harmlos; Phil war heute ein bisschen gnädiger, sodass wir bis 5:45 schlafen konnten. Anschließend wurden wir mit Pancakes zum Morgen begrüßt und genossen ein entspannten Start in den Tag. Keiner hätte erahnen können in welch einem Desaster der Tag noch enden wird.
Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt hatten, unsere Swags ordentlich zusammengerollt hatten (in Phil’s Worten: „nice and tight“), fuhren wir mit dem Bus um 7:45 fuhren los und ca. zwei Stunden später kamen wir in Yulara an dem Camp an, an dem wir auch unsere erste Nacht verbracht hatten. Hier hatten wir noch ein letztes Mal die Möglichkeit zu duschen (das war auch dringend nötig). Nachdem sich alle wieder frisch gemacht haben, versammelten wir uns noch ein letztes Mal im Küchenzelt und Phil hielt uns noch eine Abschiedsrede. Wir übergaben ihm noch eine Kleinigkeit und erhielten jeder von ihm ebenfalls ein braunes Tütchen, mit Snacks und Grüßen von Mulgas Adventure, dem Organisator der Tour. Anna und ich buchten hier auch noch kurzfristig unsere Unterkunft für Brisbane, bevor wir dann von Phil zu dem 5-Sterne Resort „Sails in the Dessert“ gebracht wurden. Hier verabschiedeten wir uns noch einmal und machten ein letztes gemeinsames Foto. Bis unser Shuttle Bus zwei Stunden später kam wartenden wir noch in der Lobby.

Am Flughafen angekommen, mussten wir feststellen, dass wir (mal wieder) umpacken mussten, da unser Handgepäck mehr als 7kg wog. Die Flughalle war überfüllt und es dauerte ewig bis wir durch den Security-Check kamen. Über das 5000°C heiße Rollfeld liefen wir dann ca. 1km mit einer Stunde Verspätung endlich zu unserem Flugzeug. Aus unergründlichen Gründen hatten wir 30$ Guthaben auf diesem Jetstar Flug, welches wir dann auch in Form von Nudelsuppe, Bananenbrot,Popcorn und einer heißen Schokolade ausgaben.

Bis dahin war die Welt noch in Ordnung. Der Stress begann erst, als wir bemerkten , dass wir durch die mittlerweile eineinhalb Stunden Verspätung des Jetstar-Flugs nur noch 25 Minuten in Melbourne hatten, um in das nächste Flugzeug zu steigen. Das wäre kein Problem gewesen, wenn wir nicht von Terminal 4 zu Terminal 1 gemusst hätten. Denn dafür mussten wir aus dem Flughafen raus, einmal gefühlt durch ganz Melbourne laufen, um dann endlich zum Terminal 1 zu gelangen. Wir hetzten erneut durch die Sicherheitskontrolle durch und erreichten gerade noch rechtzeitig den Check-in Schalter zum Quanta’s Flug. Dort fragten wir freundlich, ob unser Gepäck transferiert werden würde, da wir grade aus einer anderen Jetstar Maschine gekommen sind. Die Frau am Schalter meinte dann, dass der Transfer nicht stattfinden würde, da es sich nun um einen Quantas Flug handelte und sie nicht mit Jetstar kooperierten. Geschockt von der Nachricht, setzten wir uns trotzdem erst einmal ins Flugzeug, da sie auch meinte, dass sie es nochmal abchecken lassen wird.

Da Anna völlig am Ende war und eine Stewardess das sah, kam dann später nochmal der Crewcaptain zu uns und besprach mit uns, dass er mit uns mitgehen würde, sobald wir in Brisbane gelandet sind. Er versprach uns, dass uns unser Gepäck bis zur Unterkunft in Brisbane gebracht werden würde. Wir sollten uns auf jeden Fall keine Sorgen machen.
Abgesehen von diesem winzigen Drama war der Flug jedoch der Beste, den wir jemals hatten. Es gab ein sehr leckeres Abendessen und uns wurden Lindt Kugeln ausgeteilt (vermutlich auch um uns zu beruhigen). Wir schauten gemeinsam Guardians of the galaxy und kamen pünktlich in Brisbane um ca. 21:00 Uhr an. Wie angesagt kam der Crewcaptain mit uns mit und sprach mit einer Dame an der Information von Jetstar. Er erklärte, dass er uns versprochen hatte, dass das Gepäck zu unsere Unterkunft geliefert werden würde. Obwohl Jetstar das eigentlich nicht macht, sollten wir unser Gepäck zugestellt bekommen, da er uns andere Informationen gegeben hatte. Wir bedankten uns noch und gingen dann heraus aus dem Flughafen.

Da es für uns billiger war, bestellten wir ein Taxi und fuhren damit zu unserer Unterkunft. Angekommen fielen wir müde und erschöpft von dem langen turbulenten Tag in die Betten!

(-Johannes)

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