14.03.2023
Auch am nächsten Tag wurden wir um 4:30 Uhr von Phils außerordentlich gutem Musikgeschmack geweckt. Nach dem, schon wieder vorbereitetem, Frühstück, machten wir uns wieder fertig für den heutigen Tag. Heute stand die Erkundung des King Canyons an. Schon um 6:10 kamen wir am Fuß des King Canyons an. Phil betonte nochmal, dass wirklich alle mindestens 3L Wasser dabei haben müssen, da es auf dem Weg keine Möglichkeit gab, die Flasche nochmal aufzufüllen und für heute wieder 40 Grad angesagt wurden. Nachdem die Einweisung zu Ende war, liefen wir los. Nicht einmal 200m später entdeckten wir ein Känguru, welches neben unserem Weg gerade in das nächstgelegene Gebüsch hüpfte. 100 Meter weiter standen wir schon vor unserer ersten Hürde. Eine steile, teils künstlich, teils natürliche „Treppe” führte uns die nächsten 20 Minuten nach oben auf den Kings Canyon.
Ein wenig außer Atem, genossen wir oben angekommen den Sonnenaufgang. Es war noch relativ kühl (25/26 Grad) und eine kühle Brise umwehte uns. Der Pfad führte uns noch über weitere steile Wege und immer wieder bot ein neuer Aussichtspunkt einen atemberaubenden Blick über die Klippen des Berges und über das weite Land im Hintergrund. Ebenfalls entdeckten wir immer wieder ein wenig Grün wie zum Beispiel den Farn, den es schon zur Zeit der Dinosaurier gab und etliche Eidechsen. Um kurz vor 8 kamen wir an einen Aussichtspunkt, an welchem uns Phil ein Echo demonstrierte. Gemeinsam riefen wir in die Schlucht hinein und hörten uns wieder heraus. Ein immer wieder faszinierendes Schauspiel. Wir kletterten, wanderten und liefen immer weiter, bis wir zu etwas kamen, von dem wir ausgingen, dass es es garnicht geben kann, hier mitten im Kings Canyon, mitten in der Wüste: Eine Oase – The Garden of Eden. Viele grüne Pflanzen wuchsen hier und am Wasser ruhten wir uns aus, genossen die Naturgeräusche und aßen Müsliriegel und Crackers. Während der restlichen Wanderung bestaunten wir nochmals die im 20. Jahrhundert abgestürzten Stücke der Klippen und unterhielten uns mit den anderen Tour Mitgliedern.
Um 10:30 Uhr, exakt 4 Stunden später, kamen wir wieder unten am Bus an. Müde und erschöpft nahmen wir die Orangen- und Ananasstücke, die Phil uns ausgeteilt hatte dankend an. Mit dem Bus ging es dann auch schon kurze Zeit später zum Camp zurück.
Hier war erst einmal Abkühlen und Entspannen im Pool angesagt, wo uns 2 Eidechsen Gesellschaft leisteten (eine im Wasser, die dann Phil (trotz Biss) gerettet hat, und eine, die am Pool entlang geschlichen ist. Nach dem Pool, duschten wir uns noch und packten schonmal alle Sachen zusammen. Bevor es aber losging, aßen wir noch zu Mittag. Es gab Rührei, Bacon und Salat. Wir, aus der Gruppe Kangaroos, wurden erneut zum Abwaschen eingeteilt. Das Küchenzelt wurde noch zu Ende aufgeräumt bis wir dann gegen 14:00 Uhr den Weg zu unserem nächsten und letzten Schlafplatz aufsuchten. Auf dem Weg dorthin machten wir einmal am Salzsee und einmal zum Holzsammeln Halt- denn heute würden wir Bushcampen, d.h ohne fließendes Wasser und Elektrizität.

Bei der Curtain Spring Station, wo wir in der 2. Nacht geschlafen hatten, machten wir noch einmal 1h Pause, in der wir uns unterhielten und ein letztes Mal auf eine richtige Toilette konnten. Nur 10 Minuten Busfahrt entfernt war unsere heutige Nachtstätte. Dort angekommen packten wir alle Sachen in einen Schiffscontainer, setzten uns auf unsere zusammengerollten Swags und erkundeten unsere Toilette.


“on the loo with a view” 
unsere Küche 
Gegen 19:00 Uhr schauten wir uns noch ein letztes Mal den Sonnenuntergang von einer Düne an, während Phil unten ein Lagerfeuer anmachte und das Abendessen vorbereitete. Heute gab es Nudeln mit (vegetarischer) Bolognese und Knoblauchbrot und anschließend TimTam´s und Marshmallows. Während Johannes nochmal auf die Düne hochging, um den unglaublich schönen, sternenbedeckten Sternenhimmel zu fotografieren, machte ich mich schon bettfertig. Gemeinsam kletterten wir dann in unsere Swags und schauten uns nochmal die Sterne genau an, entdeckten ein paar Sternbilder und jede Menge Sternschnuppen.
Geschafft vom Tag schliefen wir gegen 22:00 Uhr schliesslich ein.








Hört sich alles spannend und super an. Wünsche euch noch weiterhin nen tollen Aufenthalt. War selbst 2016 in Albany und entlang der Küste von Albany bis Perth.Viele Grüße von Christine.