01.04.2023
Heute morgen wurden wir um 7:00 Uhr durch Disney-Musik geweckt. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, gingen wir hoch aufs Deck, um zu frühstücken. Gegen 8:30 kamen wir am Whitehaven Beach an. 3 Schlauchbootfahrten später waren alle mit ihren Stimgersuits und Schnorchelbrillen bepackt am Strand angekommen. Gemeinsam liefen wir auf einem Pfad durch den Wald, wo uns hier und da die großen Spinnen beobachteten. Am Ende des Pfades kamen wir am eigentlichen, für seine weiße Farbe berühmten, Strand an.

Wir legten unsere Handtücher auf den Sand, zogen unsere Stingersuits an und gingen damit ins türkis klare Wasser. In der ersten Stunde sahen wir nichts besonderes und ich entschied mich für eine kleine Pause rauszugehen. Als Johannes aber 30 Minuten später kam und mir erzählte, dass er Rochen gesehen hatte, zog ich schnell meinen Stingersuit wieder an und ging mit ihm noch einmal ins Wasser. Und tatsächlich waren mehrere Rochen direkt im flachen Wasser! Wir machten noch ein paar Videos und Fotos und gingen dann zusammen zurück zu den Restlichen der Gruppe. Gemeinsam liefen wir zurück und mitten im Wald, bei Bänken und Stühlen, machten wir eine kleine Pause. Statt zurück zu laufen gingen wir einen anderen Weg zu den Lookouts auf der Insel. Von hier aus hatte man einen atemberaubenden Blick auf den Strand und das Wasser. Jacob, einer der Crewmitglieder, erzählte uns etwas über die Insel und ihre Geschichte. Er erzählte auch, dass ein Teil der Film ,Fluch der Karibik’ 5 hier gedreht wurde. Das Filmteam hatte für 5 Wochen alle Whitsundays-Touren ausgebucht, damit sie ungestört filmen konnten.
Um 13:00 Uhr liefen wir wieder zurück und auch wenn das eine Schlauchboot fast seinen Geist aufgab schafften es alle zurück auf die Solway Lass. Dort angekommen gab es erst einmal ein paar Snacks während der Anker wieder herausgezogen wurde. Wir fuhren weiter und nur kurze Zeit später gab es (veganen) Hotdog mit Salat zum Mittagessen. Später im Netz vor dem Schiff unterhielten wir uns noch lange mit Sven, einem Mann aus Deutschland, der mit seinem Freund schon das 2. Work and Holiday Visum beantragt hatte. Er hatte nach Corona Deutschland hinter sich gelassen und mit seinem Arbeitskollegen hier in Australien auf einer Farm neu angefangen.
Nach ein paar Stunden erreichten wir unsere nächste Zielbucht. Hier zogen wir erneut unsere Stingersuits an und nahmen die Schnorchel mit Brille in die Hand. Wir wurden wieder mit dem Schlauchboot herausgefahren. Dieses Riff war noch schöner als das von gestern, da es noch bunter und vielfältiger war. Auch wenn die Sonne langsam verschwand und dass Meer immer dunkler wurde, verbrachten wir wieder 2 Stunden im Meer bevor wir mit dem letzten Boot zurückfuhren.
Das Abendessen war schon vorbereitet; heute gab es lecker Taco mit Salat. Wir aßen genüsslich und unterhielten uns noch mit den anderen zwei deutschen Mädchen und dem Stuttgarter Paar. Als alle fertig gegessen hatten und das Essen abgeräumt war, gab der Captain noch eine letzte Ansprache. Er erzählte uns die Geschichte über die Solway Lass, die schon seit 1902 existierte und mehrmals gesunken war. Mittlerweile ist das einzige, was aus der Zeit noch geblieben ist, der Anker. Eine andere Geschichte, die er noch erzählte war über den Geist eines ehemaligen Skippers der Solway Lass. Er soll immer noch sein Unwesen auf dem Schiff treiben und sei dem Captain selber schon mehrmals begegnet und nicht zu vergessen auch den Tour-Besuchern! Und zwar in ganz bestimmten Kabinen (unsere war auch dabei). Man würde ihn daran erkennen, wenn man durch Kitzeln an den Füßen oder einem Druck auf dem Bauch aufwachen würde. Nach der Gruselgeschichte war der Abend aber noch nicht zu Ende, er begann gerade erst. Wir spielten noch gemeinsam Limbo, bis nur noch eine übrig blieb und danach ging es direkt weiter mit ‚ropy ropy‘ einem Spiel, bei dem wir 2 Teams gebildet haben und jeweils ein Seil durch die Klamotten ziehen mussten. Das letzte Spiel für diesen Abend war das Klamottenspiel. Ich wurde für unser Team dafür ausgewählt alle Kleidungsstücke, die die Gruppe innerhalb der letzten 20 Sekunden gefunden hatte, anzuziehen. Zu dem Sonnenbrand den ich mir heute geholt hatte, hatte die zusätzliche Hitze keinen guten Effekt gehabt, sodass ich echt glücklich war als alles wieder von mir ab war. Der Abend wurde noch mit Karaokesingen geschlossen, wobei Johannes und ich dann entschieden gegen 0:00 Uhr schlafen zu gehen.








